Corporate Learning Blog:
Neue Rolle für die Personalentwicklung

Welche Rolle spielt zukünftig die Personalentwicklung? Studie beschreibt neue Perspektiven

27.01.2017

Weg vom Lernen auf Vorrat, hin zum bedarfsgerechten Lernen – die Zukunft des betrieblichen Lernens führt zu einem Paradigmenwechsel im Unternehmen: Mitarbeiter, die sich selbstständig nach ihrem Bedarf weiterbilden und Personalentwickler, deren Aufgaben sich dadurch deutlich wandeln. Die aktuelle Studie „Gebrauchsanweisung fürs lebenslange Lernen“ der Vodafone Stiftung Deutschland und des BIBB aus dem Oktober 2016 zeigt die damit verbundenen Herausforderungen und Perspektiven für die Rolle der Personalentwicklung auf.

Nachfrageorientierte Personalentwicklung kommt bei Mitarbeitern oft noch nicht an

In puncto Bedarfsorientierung hat die Personalentwicklung aus Sicht der Mitarbeiter noch einen deutlichen Aufholbedarf. So gab mehr als die Hälfte der Befragten (65%) der oben genannten Studie an, dass ihre Personalentwicklung weder ein vielfältiges Angebot bietet, noch bei der Auswahl berät.

Neue Rollen der Personalentwicklung

Welche Rolle übernimmt die Personalentwicklung, wenn der Mitarbeiter in Zukunft selbstständig lernt? Entgegen der Befürchtung vieler Personalentwickler gewinnt lt. Studie ihre Aufgabe zunehmend an Bedeutung.

  1. Die Personalentwicklung wird zum Strategen.
    Sie übersetzt die Unternehmensziele in strategische Entwicklungskonzepte mit organisationalen Lernzielen, runtergebrochen auf die Abteilungen bis hin zum einzelnen Mitarbeiter. Damit leistet sie einen messbaren Beitrag im Wertschöpfungsprozess und trägt noch stärker als bisher zur Erfüllung der Unternehmensziele bei.
  2. Der Personalentwickler als Förderer der Selbstlernkultur.
    Den Wandel zur selbstlernenden Organisation zu begleiten, wird eine Schwerpunktaufgabe für die Personalentwicklung. Ihr obliegt es, die Lernkompetenzen der Mitarbeiter durch entsprechende Angebote zu fördern und das Lernen als festen Wert in der Unternehmenskultur zu verankern.
  3. Der Personalentwickler als Lerncoach für Führungskräfte und Mitarbeiter.
    Die Führungskräfte in ihrer Rolle als Lerncoach zu unterstützen, erfordert sie entsprechend fit zu machen in Themen „Wie setze ich Lernziele und wie unterstütze ich im Lernprozess?“ und die Kommunikation im Unternehmen voranzutreiben.
  4. Der interne Broker für Formate und Lernpartner.
    Die richtigen Lernformate zugänglich zu machen und Vorschläge für die geeignete Vorgehensweise gemeinsam mit der Führungskraft und dem Mitarbeiter zu erarbeiten, gewinnt zukünftig stärker an Bedeutung. In der zeitnahen und bedarfsgerechten Vermittlung sozialer Lernformate wie Lerntandems, Mentorings und Coachings fungieren Personalentwickler zukünftig als agile Vermittler.

Fazit: Attraktiv aber fordernd – die Personalentwicklung muss sich anders aufstellen

Die in der Studie beschriebene Entwicklung klingt für Personalentwickler durchaus attraktiv. Während der Mitarbeiter zukünftig stärkere Eigenverantwortung für den eigenen Wissenszuwachs übernimmt, gewinnen sie vielversprechende neue Aufgaben hinzu (z. B. neue Lernformate zu erarbeiten sowie die kulturelle Veränderung und die Rollenanpassung im Unternehmen entsprechend vorantreiben). Um diese Rollen jedoch ausfüllen zu können, muss in der täglichen Arbeit entsprechender Freiraum geschaffen werden. Eine Lösung hierfür kann das Outsourcing von administrativ aufwendigen Aufgaben wie etwa der Koordination, Kommunikation und Dokumentation im Weiterbildungsprozess bieten. Wie das aussehen kann und welche Vorteile es bietet, zeigt beispielsweise das Semigator Corporate-Video für Personalentwickler. Sie interessieren sich für die gesamte Studie? Sprechen Sie uns gern an.

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